SCHACHGESELLSCHAFT

Augsburg e.V. gegründet 1873

Nicht verloren, aber dennoch ein bisschen enttäuscht: So könnte man die Stimmung unserer Frauen-Mannschaft nach den beiden 3:3-Remis gegen FSF Zähringen und SF Wadgassen in der 2. Frauen-Bundesliga beschreiben. In beiden Begegnungen schien ein Sieg in greifbarer Nähe. Zeitnotfehler in einigen Partien kosteten jeweils den möglichen Erfolg.

 

Gegen den Aufsteiger aus Baden, die FSF Zähringen, sah es nach einem Unentschieden von Maria Horvath, der Niederlage von Maria Specht und dem Sieg von Katarzyna Woniak in den restlichen drei Partien nicht schlecht aus. Vor allem Olga Birkholz stand gegen ihre junge Gegnerin Sarah Hund, Tochter von WGM Barbara Hund, in einer sehr druckvoll gespielten Partie schließlich auf Gewinn, fand aber in Zeitnot nicht die richtige Abwicklung und verlor noch. Die Hoffnungen der Augsburgerinnen ruhten nun auf den beiden Endspielen an Brett 1 und 5, jeweils mit den schwarzen Steinen geführt. Während es Kristin Braun nicht gelang, ihre mühsam herausgespielte Gewinnstellung zu realisieren, rückte das Großmeisterinnenduell der mehrfachen Seniorenweltmeisterin Galina Strutinskaya und der früheren deutschen Meisterin Barbara Hund in den Mittelpunkt. Mit sehenswerter Präzision gelang es der für uns startenden Russin in einem scheinbar ausgeglichenen Turmendspiel, Zug um Zug die Oberhand und schließlich den Sieg zu erringen.

 

Erstaunlich viel Mühe bereiteten uns dann am Sonntag die Schachfreunde Wadgassen, obwohl wir mit der aus München angereisten Astrid Amelang anstelle von Maria Specht sogar noch etwas stärker aufgestellt waren als am Vortag. Nach einem kampflosen Sieg von Galina Strutinskaya und einem schnellen Remis von Olga Birkholz sahen wir uns schon auf der Erfolgsspur, zumal Maria Horvath mit ihrem Sieg noch einen Punkt beisteuern konnte. Doch an den hinteren Brettern kam nur noch Kristin Braun zu einem halben Punkt. Katarzyna Woniak verlor glatt, und die erfahrene Astrid Amelang konnte ihre Druckstellung nicht in Materialgewinn umsetzen. In Zeitnot verlor sie zwei Bauern und schließlich die Partie.

 

In der nächsten Doppelrunde in Erfurt kann leider nur ein ersatzgeschwächtes Team gegen starke Gegnerschaft antreten. Umso wichtiger wird dann die Begegnung gegen Bavaria Regensburg in der 5. Runde sein: Am 9. Dezember werden sich die beiden Reisepartner ab 10.00 Uhr wiederum im Hotel Ibis beim Königsplatz an den Brettern gegenübersitzen. Viel Zuschauerzuspruch wäre super!

 

(Dieter Labadié, Ulla Münch)