SCHACHGESELLSCHAFT

Augsburg e.V. gegründet 1873

In der Direktbegegnung gegen unseren Reisepartner SC Bavaria Regensburg konnten wir endlich den ersten Mannschaftssieg der Saison einfahren. Nach zwei schnellen Siegen an den Brettern 5 und 6 durch Nicole Nentwig und mich begann bald das große Zittern, weil nur noch Kristin Braun an Brett 4 aussichtsreich stand. Dagegen sahen alle drei Spitzenbretter bald gar nicht mehr gut aus. Und tatsächlich mussten erst Katarzyna Woniak an Brett 3 und dann auch Olga Birkholz an Brett 1 als Schwarzspielerinnen die Waffen strecken. Zum Glück behielt Kristin in dieser Situation die Nerven und realisierte dieses Mal ihr gewonnenes Turmendspiel, was zur allseitigen großen Erleichterung zunächst das Unentschieden sicherte. Mittlerweile hatte Maria Horvath an Brett 2 gegen die erst 16jährige Regensburger Spielerin Liliane Pavlov die Zeitnot überstanden und dann mit ihrer ganzen Routine und ein bisschen Mithilfe der Gegnerin in ein Damenendspiel mit nur mehr einem Minusbauern abwickeln können. Das reichte zum Unentschieden und zum entscheidenden halben Punkt für den Mannschaftssieg.

 

Zwar liegen wir vor der letzten Doppelrunde in fünf Wochen in Regensburg mit nun fünf Mannschaftspunkten immer noch nur auf Rang 5, aber doch mit einem guten Punktepolster gegenüber den beiden Abstiegsplätzen. Dort befinden sich Wadgassen und Mainz, die beide nur einen Mannschaftspunkt aufweisen. Damit sollte auch die 30. (!) Bundesliga-Saison für unsere Frauenmannschaft gesichert sein.

 

(Ulla Münch)

Am kommenden Sonntag, den 9.12.2018, um 10.00 Uhr spielt unser Frauenteam noch einmal in dieser Saison im Hotel Ibis beim Königsplatz (Hermanstr. 25). Es handelt sich dabei um die fünfte von sieben Begegnungen, die traditionell als Einzelrunde ausgetragen wird, in der die beiden Reisepartner gegeneinander antreten. In dieser Saison ist dies der Aufsteiger SC Bavaria Regensburg, da kein Münchner Verein mehr in der Liga spielt. Unser „Dauerbegleiter“ über viele Jahre, die Frauenmannschaft der Schachabteilung des FC Bayern München, ist wieder in die Erste Liga aufgestiegen, der SC Forstenried konnte sich in der Zweiten Liga nicht halten und musste nach nur einem Jahr zurück in die Regionalliga.

 

Bisher weist unser Team eine durchwachsene Bilanz auf: Nach den beiden etwas enttäuschenden 3:3-Unentschieden in sehr starker Besetzung in der Heim-Doppelrunde Ende Oktober, folgten im November mit einer weitaus schwächeren Aufstellung eine weitere – eher unerwartete – Punkteteilung gegen den Tabellenzweiten Stuttgart-Wolfbusch und eine unnötig hohe Niederlage gegen den Gastgeber SV Medizin Erfurt. Regensburg hat sich bisher mit einem Team ohne „große Namen“ sehr wacker geschlagen. Wir Reisepartner finden uns nach vier von sieben Runden als Tabellennachbarn auf den Plätzen 5 und 6 wieder, lediglich getrennt von jeweils einem Mannschafts- und einem Brettpunkt. Es verspricht also spannend zu werden!

 

Unsere Aufstellung am Sonntag:

1. WFM Olga Birkholz

2. WFM Maria Horvath

3. Dr. Katazyna Woniak

4. Kristin Braun

5. Nicole Nentwig

6. Oda Lorenz

 

Wir würden uns sehr über Euer Interesse und Eure Unterstützung freuen!

 Liebe Schachfreunde,

am 27.10. startet die 2. Frauenbundesliga in ihre 26. Saison. Mit dabei sein wird auch unsere Mannschaft, dievonBeginn an ihre Spitzenstellung im bayrischen Damenschach unter Beweis gestellt hat, aber trotzdem viel zu wenig Aufmerksamkeit im Verein und in der Öffentlichkeit erfährt.

Die nächste Gelegenheit das schlagkräftige Team, das auch dieses Jahr wieder von unserer Vorsitzenden Ulla Münch auf die Beine gestellt wurde, im Einsatz zu sehen, bietet sich bereits am nächsten Wochenende im Hotel IBIS in der Hermannstraße. Da mit der früheren Seniorenweltmeisterin Galina Strutinskaya und den Fidemeisterinnen Olga Birkholz und Maria Horvath mit Ausnahme von Nadja Jussupow alle Titelträgerinnen im Augsburger Lager zum Einsatz kommen werden, sind hochklassige Partien garantiert.

Auch für Spannung ist gesorgt. Denn mit dem FSF Zähringen erwarten unsere Damen am Samstag einen hochkarätigen Gegner, dessen Rückrat die schachbesessene Familie Hund bildet: die mehrfache deutsche Meisterin Barbara, ihre Schwester Isabel und Tochter Sarah. Dazu kommen noch Großmeisterin Bettina Trabert und Internationale Meisterin Silvia Paddock.

Etwas einfacher dürfte es für unsere Damen dann am Sonntag werden. Denn mit SF Wadgassen erwarten sie nicht nur einen Gegner, der von der Papierform etwas schwächer als unsere Mannschaft einzuschätzen ist, sondern der auch in den Begegnungen der Vorjahre meist den Kürzeren zog.

 

Zeitplan der Doppelrunde:

  • Samstag, 27.10.2018 14 Uhr SG Augsburg – FSF Zähringen
  • Sonntag, 28.10.2018 9 Uhr SF Wadgassen – SG Augsburg

 

Es ist wirklich eine Erfahrung so hochkarätiges Schach mal live gesehen zu haben!!!

 

Auf zahlreichen Besuch hoffen

Dieter Labadié und Evander Hammer

Nicht verloren, aber dennoch ein bisschen enttäuscht: So könnte man die Stimmung unserer Frauen-Mannschaft nach den beiden 3:3-Remis gegen FSF Zähringen und SF Wadgassen in der 2. Frauen-Bundesliga beschreiben. In beiden Begegnungen schien ein Sieg in greifbarer Nähe. Zeitnotfehler in einigen Partien kosteten jeweils den möglichen Erfolg.

 

Gegen den Aufsteiger aus Baden, die FSF Zähringen, sah es nach einem Unentschieden von Maria Horvath, der Niederlage von Maria Specht und dem Sieg von Katarzyna Woniak in den restlichen drei Partien nicht schlecht aus. Vor allem Olga Birkholz stand gegen ihre junge Gegnerin Sarah Hund, Tochter von WGM Barbara Hund, in einer sehr druckvoll gespielten Partie schließlich auf Gewinn, fand aber in Zeitnot nicht die richtige Abwicklung und verlor noch. Die Hoffnungen der Augsburgerinnen ruhten nun auf den beiden Endspielen an Brett 1 und 5, jeweils mit den schwarzen Steinen geführt. Während es Kristin Braun nicht gelang, ihre mühsam herausgespielte Gewinnstellung zu realisieren, rückte das Großmeisterinnenduell der mehrfachen Seniorenweltmeisterin Galina Strutinskaya und der früheren deutschen Meisterin Barbara Hund in den Mittelpunkt. Mit sehenswerter Präzision gelang es der für uns startenden Russin in einem scheinbar ausgeglichenen Turmendspiel, Zug um Zug die Oberhand und schließlich den Sieg zu erringen.

 

Erstaunlich viel Mühe bereiteten uns dann am Sonntag die Schachfreunde Wadgassen, obwohl wir mit der aus München angereisten Astrid Amelang anstelle von Maria Specht sogar noch etwas stärker aufgestellt waren als am Vortag. Nach einem kampflosen Sieg von Galina Strutinskaya und einem schnellen Remis von Olga Birkholz sahen wir uns schon auf der Erfolgsspur, zumal Maria Horvath mit ihrem Sieg noch einen Punkt beisteuern konnte. Doch an den hinteren Brettern kam nur noch Kristin Braun zu einem halben Punkt. Katarzyna Woniak verlor glatt, und die erfahrene Astrid Amelang konnte ihre Druckstellung nicht in Materialgewinn umsetzen. In Zeitnot verlor sie zwei Bauern und schließlich die Partie.

 

In der nächsten Doppelrunde in Erfurt kann leider nur ein ersatzgeschwächtes Team gegen starke Gegnerschaft antreten. Umso wichtiger wird dann die Begegnung gegen Bavaria Regensburg in der 5. Runde sein: Am 9. Dezember werden sich die beiden Reisepartner ab 10.00 Uhr wiederum im Hotel Ibis beim Königsplatz an den Brettern gegenübersitzen. Viel Zuschauerzuspruch wäre super!

 

(Dieter Labadié, Ulla Münch)